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Besuch von Marieke Kruit und Karl Vogel

Der QVK zeigt bei Rundgang seine Anliegen auf 

Am 8. November 2021 besuchte Marieke Kruit, stadtbernische Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün (TVS), unser Quartier, zusammen mit dem städtischen Verkehrsplaner Karl Vogel und Stadtingenieur Reto Zurbuchen.

 

Eine QVK-Delegation zeigte den Gästen die Verkehrssituation insbesondere am Viktoriarain. Wir konnten unsere Anliegen (Verkehrsberuhigung, Verhinderung von Mehrverkehr) direkt anbringen und ihnen mitteilen, dass wir uns wegen einer möglichen Tramlinie auf dem Viktoriarain sorgen und uns mit der Quartierbevölkerung dagegen wehren werden.

 

Die Gäste versicherten, dass sie sich in den entscheidenden Gremien nach Möglichkeit für quartierverträgliche Lösungen einsetzen wollen. 



Tram Bern-Ostermundigen

Der QVK legt gegen die Pläne Einsprache ein

Der QVK legt Einsprache ein gegen die Pläne für das Tram Bern-Ostermundigen (Viktoriaplatz bis Schönburg). Wir befürchten, dass dies nur der Anfang einer Verkehrsplanung ist, an deren Ende eine Tramlinie durch den Viktoriarain stehen könnte. Dies würde unser Quartier sehr in Mitleidenschaft ziehen.

 

Es wurden zwischenzeitlich immer mal wieder Ideen aus der Schublade gezaubert, dass das Ostermundigen-Tram durch den Viktoriarain und über die Lorrainebrücke zum Bahnhof fahren könnte, um die an sich schon sehr volle Marktgasse zu entlasten. Schon vor Jahren hat die Stadt diese Möglichkeit geprüft, allerdings mit negativem Ergebnis. Dennoch sind wir beunruhigt von solchen Gedankenspielen.

 

Ein Tram, welches den Viktoriarain befährt, wäre neben jahrelangen lauten Bauarbeiten sicher das Ende für die Bäume. Auch stellt sich die Frage, warum man diese Gedankenspiele wieder aufbringt, auch wenn sich die faktische Situation an dieser Strasse nicht geändert hat (sehr dichte Besiedlung, hohes Verkehrsaufkommen, Steigung der Strasse, Enge). Wie das mit einer zusätzlichen Tramlinie funktionieren soll, ist sehr unklar. Unklar ist auch, inwieweit andere Optionen geprüft werden, beispielsweise die Hodlerstrasse, die breiter, ohne Steigung und fast ohne Anwohner ist. Dass ein Mäzen das Kunstmuseum mit Millionen unterstützen will, wenn die Hodlerstrasse verkehrsberuhigen Begegnungszone wird, also keine Tram durchfährt, macht unsere Situation nicht einfacher.

 

Neben den im Brief erwähnten konkreten Beanstandungen sind also auch diese Überlegungen ein Grund, warum wir Einsprache einlegen. So bleiben wir bei weiteren Planungen, die uns und unser Quartier direkt betreffen, beteiligt. Hier findet ihr genauere Infos zur Planung und zu den Kritikpunkten des Dialog Nordquartier und des QVK.



Viktoriarain

Beeinträchtigte Wohnqualität für das Quartier

Diese Achse des städtischen Basis-Strassennetzes beeinträchtigt die Wohnqualität unseres Quartiers erheblich und stellt eine ständige Gefahr für Jung und Alt dar – insbesondere für die Jüngsten, die den Viktoriarain auf dem Weg zur Schule und zum Spielplatz überqueren müssen.

 

In mehreren Schreiben (siehe Motion und die zugehörige Medienmitteilung des Anwohnervereins Kursaal im Jahr 2011) und Besprechungen mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt haben wir - mit Unterstützung des Dialog Nordquartier - gefordert: Schnellstmögliche Entschärfung der Situation, Tempo 30 und eine Nachtsperre. 

 

Inzwischen wurde am Viktoriarain Tempo 30 eingeführt und die Stadt hat sich 2019 grundsätzlich zu einer Umgestaltung und Aufwertung dieser Achse für alle, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind: Medienmitteilung vom 16. Mai 2019

 

Anfang Oktober 2020 wurde nun endlich, nach jahrzehntelangem Einsatz des Quartiervereins Kursaal und des Dialog Nord, der ersehnte Zebrastreifen auf Höhe Wyttenbachstrasse installiert, gleichzeitig mit Velostreifen auf beiden Seiten des Viktoriarains (= sogenannte „Kernfahrbahn“, die auch dank fehlendem Mittelstreifen verkehrsberuhigend wirken soll). Seither können alle zu Fuss gehenden auf der Achse Breitenrainschulhaus - Wyttenbachstrasse - Kornhausbrücke den Viktoriarain sicher überqueren. Insbesondere für die Schulkinder (und ihre Eltern) ist der Zebrastreifen ein wahrer Segen. Er wird von Jung und Alt rege genutzt und stoppt dank seiner erhöhten Lage den Verkehr wirksam. 

 

Ein schöner Erfolg für das Quartier und ein grosser Gewinn an Lebensqualität für Anwohnende wie auch alle anderen, die zu Fuss oder per Velo unterwegs sind. 



Begegnungszone Greyerzstrasse

Erfolgreiche Rückeroberung des Strassenraums

Schon Anfang 1997 waren Vertreterinnen und Vertreter des heutigen Quartiervereins Kursaal bei der Gründung der IG Begegnungsstrasse auf dem Schützenspielplatz dabei. Dies war der Beginn einer Rückeroberung des Strassenraumes für Bewohnerinnen und Bewohner, insbesondere für die Kinder. Die Stadt Bern zeigte Offenheit für dieses Anliegen einer Art „Wohnstrasse light". Es dauerte aber doch Jahre bis die rechtlichen Grundlagen für einen Pilotversuch geschaffen waren.

 

Im Frühjahr 2001 war es dann soweit, der Pilotversuch wurde gestartet und die Begegnungszone Greyerzstrasse eingerichtet. Seither hat bereits eine Generation Kinder den Strassenraum zum spontanen Spielen schätzen gelernt, und die Idee der Begegnungszonen ist zu einer europäischen Erfolgsgeschichte geworden.

 

In unserer Begegnungszone engagierten sich auch die Eltern: Sie erstellen teilweise die Spielgeräte, das gemeinsames Instandhalten gehört auch dazu. Das Spielschiff auf dem Plätzli ist zu einem Markenzeichen unseres Quartiers geworden und ziert inzwischen sogar das neue Logo des Quartiervereins.



Begegnungszone Wyttenbachstrasse

Die erste Begegnungszone in unserem Quartier

Bereits zwei Jahre nach der Eröffnung der ersten Begegnungszonen führte das grosse Engagement von Eltern zur Eröffnung der Begegnungszone an der Wyttenbachstrasse. In den vergangenen Jahren hat sich eine Gruppe von Eltern gefunden, die mit grossem Erfolg immer wieder Spiel-Aktionen und ein jährliches Spielfest veranstaltet.

 

Leider ist das spontane freie Spielen von Kindern auf der Strasse zu gefährlich. Es gibt einfach zu viel Verkehr. Auch die Kennzeichnung als Begegnungszone (grünes Gitter und grüne Füsse auf der Strasse) mit Tempo 20 zeigt wenig Wirkung. Seit der Einführung des Linksabbiegeverbotes an der Breitenrainstrasse in den Nordring wird die Strasse massiv für Schleichverkehr genutzt, um den Umweg durch die Lorraine zum Nordring zu sparen.

 

Der Teilverkehrsplan MIV (motorisierter Individualverkehr) sieht die Aufhebung des Linksabbiegeverbotes im Rahmen einer neuen Erschliessung der Quartierzelle Breitenrain Nord vor. Der Quartierverein setzt sich ein, dass diese Massnahme möglichst bald realisiert wird.